Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin. Das chinesische Wort für Akupunktur besteht aus zwei Teilen, die die Hauptanwendungsgebiete beschreiben:

  • Einstechen der Nadel in die Akupunkturpunkte
  • Erwärmen der Akupunkturpunkte

In der Akupunktur wird von Akupunkturpunkten ausgegangen, die entlang von zwölf Meridianen auf dem Körper angeordnet sind. Nach altchinesischer Auffassung kreist in diesen die Lebensenergie. Durch Einstechen der Nadeln kann dieser Fluss verändert werden.

Eine Akupunktursitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Der Patient liegt oder sitzt ganz ruhig und entpannt. Die Nadeln werden dann in die jeweiligen Akupunkturpunkte gesetzt. Nach der Akupunktur sollte der Patient noch einige Zeit ruhig verharren. Zu einer Therapie gehören meist 10-15 Sitzungen.

Die Weltgesundheitsorganisation gibt folgende Anwendungsbereiche vor:

  • Erkrankungen des Atmungssystems (z.B. akute Nasennebenhöhlenentzündung)
  • Störungen des Verdauungssystemes (z.B. chronische Magengeschwüre)
  • Bronchialasthma
  • neurologische Störungen (z.B. nach Schlaganfällen)
  • Augenerkrankungen (z.B. zentrale Retinitis)
  • muskuloskeletale Erkrankungen
  • Erkrankungen im Mundbereich (z.B. Schmerzen nach Extraktionen)

Für die Wirksamkeit bei folgenden Anwendungsgebieten gibt es Hinweise:

  • Übelkeit und Erbrechen nach einer Chemotherapie oder Operationen
  • postoperative Zahnschmerzen
  • Übelkeit, Ödeme und Ischialgien während der Schwangerschaft
  • Geburtsvorbereitende Akupunktur

Bei folgenden Bereichen könnte Akupunktur als ergänzende Behandlung sinnvoll sein:

  • Suchterkrankungen
  • in der Rehabilitationstherapie nach einem Schlaganfall
  • Kopfschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Regelbeschwerden
  • Tennisarm (Epicondylitis)
  • Arthrose
  • Karpaltunnelsyndrom